Die Frage stellt sich jedes Jahr im Advent. Hier steht ehrlich, was für den echten Baum spricht, was für den künstlichen, und für wen sich welcher lohnt.
Auf einen Blick
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Kosten: Eine Nordmanntanne mit 1,80 m kostet 2026 rund 45 bis 59 Euro, und zwar jedes Jahr. Einen künstlichen Baum kaufen Sie einmal.
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Aufwand: Beim künstlichen Baum entfallen Transport, Gießen und Nadeln auf dem Boden.
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Duft und Ritual: Frische Nadeln riechen nur beim echten Baum. Mit ein paar Zweigen echtem Tannengrün holen Sie den Duft aber auch zum künstlichen Baum ins Haus. Und auch das Aufstellen des künstlichen Baums kann zur Tradition werden.
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Umwelt: Ein künstlicher Baum lohnt sich für die Umwelt nur, wenn Sie ihn viele Jahre aufstellen.
Was ein echter Baum kostet
Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger empfiehlt für 2026 bei der Nordmanntanne 25 bis 33 Euro je laufendem Meter. Für einen Baum mit 1,80 m sind das 45 bis 59 Euro. Dazu kommen jedes Jahr Weg und Transport, oft ein Netz und die Entsorgung nach dem Fest.
Ein künstlicher Baum kostet einmal. Wie schnell sich das rechnet, hängt von der Linie ab: Die Tabelle unten zeigt es für einen Baum mit 1,80 m über fünf Saisons.
Was für den echten Baum spricht
- Der Duft frischer Nadeln, den kein künstlicher Baum ersetzt.
- Das Ritual: gemeinsam aussuchen, nach Hause tragen, aufstellen.
- Jedes Jahr ein anderer Baum, jeder ein Einzelstück.
- Ein Naturprodukt, das vielerorts in der Region wächst.
Was für einen künstlichen Baum spricht
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Er nadelt nicht. Sie können ihn am ersten Advent aufstellen und bis nach Neujahr stehen lassen.
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Kein Gießen, kein Transport. Der Baum kommt im Karton und steht in etwa 20 Minuten.
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Planbare Form und Größe. Sie wissen vorher genau, wie hoch und wie breit er wird.
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Licht auf Wunsch schon eingebaut. Bei den beleuchteten Bäumen sitzt die warmweiße LED-Kette fest in den Zweigen.
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Nach dem Fest platzsparend verstaut und im nächsten Jahr wieder da.
Ein Baum, der zur Tradition wird
Auch ein künstlicher Baum hat sein Ritual. Am ersten Advent holen Sie den Karton vom Dachboden, stecken den Baum gemeinsam zusammen und biegen die Zweige in Form. Die Kinder wissen bald, welcher Ast zuerst kommt, und jedes Jahr hängt der Schmuck ein bisschen anders. Weil es Jahr für Jahr derselbe Baum ist, wird das Aufstellen selbst zur Tradition.
Und der Duft?
Unser Baum riecht nicht, weder nach Tanne noch nach Kunststoff. Damit es beim Auspacken trotzdem nach Weihnachten duftet, legen wir kleine Duftpäckchen in den Karton. Sie riechen vor allem am Anfang und beim Auspacken.
Unser Tipp: Legen Sie ein paar Zweige echtes Tannengrün ins Wohnzimmer, etwa auf die Fensterbank, in eine Vase oder als Gesteck auf den Tisch. Schon haben Sie den Duft von Weihnachten im Haus, und der künstliche Baum bleibt trotzdem nadelfrei.
Und die Umwelt?
Ob ein künstlicher oder ein echter Baum das Klima weniger belastet, hängt vor allem davon ab, wie viele Jahre Sie den künstlichen Baum nutzen. Ein echter Baum wird jedes Jahr neu angebaut, transportiert und entsorgt. Ein künstlicher Baum verursacht seine Emissionen fast vollständig bei der Herstellung und verteilt sie auf jedes Jahr, in dem er bei Ihnen steht.
Eine Ökobilanz von ESU-services aus der Schweiz (2020) hat das für Bäume mit 2 Metern durchgerechnet. Bei 10 Jahren Nutzung kommt ein künstlicher Baum aus PE auf rund 5,2 kg CO2-Äquivalente je Saison. Ein Baum aus einer Schweizer Plantage liegt bei 6,3 kg, einer aus einer intensiv bewirtschafteten dänischen Plantage bei 8,5 kg. Ein ungedüngter Baum direkt aus dem Wald liegt mit 4,2 kg noch darunter. Der britische Carbon Trust nennt je nach Gewicht und Material des Baums eine Nutzungsdauer von 7 bis 20 Jahren, ab der ein künstlicher Baum weniger Emissionen verursacht, als jedes Jahr einen neuen Baum aus der Plantage zu kaufen. Eine ältere Studie von Ellipsos aus Kanada (2009) kam für einen Baum aus PVC auf etwa 20 Jahre. Auch das Umweltbundesamt hält eine pauschale Aussage nicht für möglich.
Für Sie heißt das: Je länger Ihr künstlicher Baum steht, desto besser fällt seine Bilanz aus. Wer ihn nur zwei oder drei Mal aufstellt, ist mit einem echten Baum besser beraten. Darum geben wir auf unsere Bäume 15 Jahre Garantie. Und wer beleuchtet, sollte auf LED setzen: Sie braucht deutlich weniger Strom als alte Glühlampen.
Für wen lohnt sich was?
Ein echter Baum passt zu Ihnen, wenn …
- der Duft frischer Nadeln für Sie zu Weihnachten gehört,
- Sie das Aussuchen als Familienausflug lieben,
- der Baum nur über die Feiertage stehen soll.
Ein künstlicher Baum passt zu Ihnen, wenn …
- der Baum schon im Advent stehen soll, ohne zu nadeln,
- Sie Kinder oder Haustiere haben und keine Nadeln im Teppich möchten,
- Sie keinen Baum transportieren können oder wollen,
- Sie ihn viele Jahre nutzen und das Aufstellen zu Ihrem eigenen Ritual machen möchten.
Preise echter Baum: Verbandsempfehlung 2026 für Nordmanntannen, 25 bis 33 € je laufendem Meter (Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger, laut Fachpresse vom 30.06.2026). Ökobilanz: ESU-services, Jungbluth u. a., Poster LCA Food 2020 (Bäume mit 2 m, künstlicher Baum aus China, 10 Jahre Nutzung, Abholung des echten Baums mit dem Auto über 5 km); Carbon Trust, „Tips for a more sustainable Christmas“, 29.11.2023; Ellipsos, Comparative LCA of Artificial vs Natural Christmas Tree, 2009; Umweltbundesamt, Umwelttipp, Stand 01.12.2025.